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Ägypten & Kenya 1997

Was in jedem Zeitpunkt des Völkerlebens einen wichtigen Fortschritt der Intelligenz bezeichnet, hat seine tiefen Wurzeln in der Reihe vorhergehender Jahrhunderte.

                                                     A. v. Humboldt, Kosmos

© ELC 02/2002

Africa ´97

Reise auf dem Nil in Ägypten

5 Jahrtausende Kultur in einer Woche

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Auf einer interessanten Kombinationsreise lernten wir zwei unterschiedliche Seiten Afrikas kennen - das arabisch geprägte Ägypten (8 Tage) und das schwarzafrikanische Kenya im Osten des Kontinents.   Neben dem arabisch-islamischen Kulturerbe Ägyptens (ein Höhepunkt war der Besuch der Mohamed - Ali - Moschee in Kairo), stand natürlich die altägyptische Pharaonenzeit im Mittelpunkt unserer Reise von Kairo bis nach Abu Simbel. Der Nil, die Lebensader des Landes, war dabei stets in unserer Nähe.

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Stufenpyramide des Djoser in Sakkara

In Saqqara, der Nekropole (Totenstadt) der Hauptstadt des Alten Reiches - Memphis - befindet sich die bekannte Stufenpyramide des Pharaos Djoser aus der 3. Dynastie.

Imhotep, der göttliche Baumeister und Minister des Pharaos, begründete mit diesem Bauwerk, der Mutter aller Pyramiden, die Steinbauarchitektur (etwa um 2665 vuZ).

Auf einem Grundriß (110 x 121 m) erhebt sich das kalksteinerne Bauwerk etwa 60 m hoch.

Nordwestlich von Saqqara liegen die weltbekannten Pyramiden von Giza. Man zählte sie zu den 7 Weltwundern der Antike. Die Pharaonen der 4. Dynastie (Altes Reich) - Cheops, Chephren und Mykerinos - haben hier ihre monumentalen Grabmäler errichtet.

Die Pyramide des Chephren (2558 - 2532 vuZ.), obwohl heute noch knapp einen Meter niedriger, als die seines Vaters, Cheops, erscheint, ob ihres höheren Baugrundes, als die höchste von Giza. An der Spitze sind noch Reste der ursprünglichen Kalksteinverkleidung zu sehen. Die anderen Pyramiden von Giza sind heute ohne die glättende Außenverkleidung.

Eindrucksvoll und wohl noch am besten in Giza erhalten, ist die Gesamtgrabanlage des Chephren.

Sie besteht natürlich aus der Pyramide, mit der eigentlichen Grabstelle, aus dem Verehrungstempel, dem Aufweg und dem Taltempel, wo die Einbalsamierung des Pharaos stattfand.

Der weltbekannte Sphinx (73 m lang und 20 m hoch), gilt als der mystische Grabwächter des Pharaos, ein Fabelwesen, mit Löwenkörper und dem Kopf des Herrschers.

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Der Sphinx von Giza, vor der Pyramide des Chefren

3,5 Autostunden durch die Wüste, südlich von Assuan, befindet sich die berühmte Tempelanlage von Abu Simbel. Zwischen 1965 und 1968 wurden die beiden Tempel in einer beispiellosen Rettungsaktion der UNO, 54 m höher verlegt und so vor der Überflutung durch den Nasser - Stausee bewahrt.

Ramses II. (1279 bis 1212 vuZ./ 19. Dynastie, Neues Reich) ließ diese Felsentempel den Göttern Amun, Re - Harachte und Ptah (Großer Tempel) und der Göttin Hathor und seiner Gemahlin Nefertari (Kleiner Tempel) errichten. Beeindruckend ist die 31 m hohe Fassade des Großen Tempels, die von den vier 20 m hohen Kolossalstatuen des Pharaos geprägt ist.

Unsere Reise nach Abu Simbel erfolgte in einem Konvoi aus mehreren Dutzend Reisebussen durch die Wüste. Die Fahrt gestaltete sich zu einer Art Wettrennen: Wer erreicht als erster Bus Abu Simbel (wir wurden “Zweiter”)? Ein besonderes Schauspiel war dabei der Sonnenaufgang und später, auf der Rücktour, in der Mittagsglut, die Fata Morganas.

Es werden auch Flüge von Assuan u.a. Orten angeboten, die sicher schneller und bequemer die Anreise ermöglichen. Dennoch war diese Busfahrt einzigartig!

Nachdem wir weitere Sehenswürdigkeiten in Assuan besichtigt hatten - die Insel Philae, die antiken Steinbrüche, die Kitchener Insel mit dem Botanischen Garten und die Staumauer des Assuan - Hochdamms - fuhren wir mit einem Nilkreuzfahrtschiff nilabwärts über Esna nach Luxor.

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Deir el-Bahari: Totentempel der Hatschepsut, erbaut von Senenmut

Gegenüber von Luxor, auf der westlichen Nilseite, liegt die Nekropole (Totenstadt) des antiken “hunderttorigen” Theben. Neben den Gräberfeldern im Tal der Könige und dem Tal der Königinnen, sollte man unbedingt Deir el-Bahari, mit dem Totentempel der Hatschepsut (1498 - 1483 vuZ.), besuchen - ein einzigartiger Terrassentempel, an einer 300 m hohen Felswand errichtet .

Traurige Berühmtheit in neuerer Zeit erlangte der Tempel am 17.11.1997, als fanatische Islamisten ein Blutbad (62 Tote) unter den Besuchern anrichteten.

Die alte Hauptstadt Theben (ägytisch: “Wapset”), griechisch: “Thebai”, arabisch: “El - Uqsor”), lag einst da, wo heute, das uns bekannte “Luxor”, am Ostufer des Nils liegt.

Das Hauptheiligtum des alten Ägyptens (seit dem Mittleren Reich) war der Karnak - Tempel, nahe dem heutigen Luxor. 2000 Jahre dauerte hier die Bautätigkeit. Dem Reichsgott Amun war hier eine Tempelstadt geweiht, die auch Heiligtümer seiner Göttergemahlin Mut, des gemeinsamen Sohnes Chons (Mondgott), des Schöpfergottes Ptah, und des Kriegsgottes Month, einschloß. Der Große Amun - Tempel ist der größte und eindrucksvollste Teil der Tempelanlage.                Hinweis: Hat man genügend Zeit, sollte man sich die abendliche “Ton und Licht”- Show am Heiligen See nicht entgehen lassen.

Die Tempelanlage von Karnak war einst durch eine 3 km lange Sphingenallee mit dem Luxor - Tempel verbunden. Letzterer war der thebanischen Göttertriade “Amun, Mut und Chons” geweiht. Erbaut wurde die Anlage im 14. Jh vuZ. vom Pharao Amenophis III. und wurde später von Ramses II. erweitert. Hinweis: Man sollte diesen eindrucksvollen Tempel in den Abendstunden (bis 21 Uhr) besuchen. Die Beleuchtung der Säulen steigert die Wirkung auf den Besucher!

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Gigantische Säule im Großen Hof des Karnak - Tempels

Ein gigantisches Schauspiel von Stein und Licht am Säulengang des Luxortempels

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Von Luxor aus flogen wir via Kairo in die Kenyanische Hauptstadt Nairobi. Von da aus ging es weiter in die Hafenstadt Mombasa, am Indischen Ozean. Nach 5 Jahrtausenden steingewordener Geschichte in Ägypten, wollten wir uns an den weißen Stränden Ostafrikas erholen. Es begann der 2. Teil unserer Kombireise:

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“Heia Safari” in Ostafrika in Kenya

Karibuni Kenya - Willkommen in Kenya! Das ostafrikanische Land am Äquator ist ideal für Badeurlaub und Safaris. Neben der Erholung im Watamu Beach Hotel, 15 km südlich von Malindi, gehörte so auch eine Flugsafari in den Masai Mara Nationalpark, im nördlichen Teil der Serengeti, zu unserem Programm. Im Mara Buffalo Camp (African Safari Club), einem ehemaligen Großwildjäger Camp, übernachteten wir und machten es zum Ausgangspunkt erlebnisreicher Pirschfahrten. Erfahrene Scouts präsentierten uns die einzigartige Tierwelt Ostafrikas - hier einige wenige Schnappschüsse:

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Die Fahrt ging mitten durch eine Elefantenherde

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Ein Gepard wärmt sich am frühen Morgen auf der Motorhaube

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Ein neu angesiedeltes Spitzmaulnashorn

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Ein Leopard streift durch die Felsen

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Das Watamu Beach Hotel, das Clubhotel an der Turtle Bay

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