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Indochina & Thailand 2002

Historisch Glanzlichter

Indochina & Thailand

Reise nach Südostasien

Thailand - Laos - Vietnam - Kambodscha - Thailand

vom 09. November 2002 bis 07. Dezember 2002

© ELC 02/2003

Nach 10:20 Flugstunden erreichen wir Bangkok, die erste Station auf unserer Reise zu den historischen Glanzlichtern Südostasiens. Der Schwerpunkt auf unserer Reise war Indochina - Laos, Vietnam und Kambodscha - jene Länder, die durch Krieg und Völkermord, traurige Berühmtheit im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts erlangten.

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 Thailand

Thailand, exotisch klingendes Land, schmunzelnd von älteren Reisenden (männlich) nickend zur Kenntnis genommen, im Grunde jedoch total verkannt, beliebt unter Europäern (und anderen reiselustigen Völkern) und eines der schönsten Reiseziele in den Tropen, mit allen möglichen (teils ungerechtfertigten) Stikmatas und Vorurteilen behaftet, ist nach unseren Erfahrungen, ein Reiseziel, daß man unbedingt besuchen muß! Vor allem für Reisende, die das erste Mal ihren heimischen Kontinent verlassen wollen.

Wer bereit ist, nicht nur warme Sonnenstrände, sondern auch “Kulturwogen” über sich ergehen zu lassen, wer bereit ist, Tausendjährige Kulturhighlights in sich aufzunehmen, wird sich hier wohl fühlen und vielleicht etwas vom fernöstlichen Flair mitnehmen.

Bangkok ist Drehscheibe von Südostasien. Thailand findet aber außerhalb dieser faszinierenden Metropole statt.                                           Vielleicht sollte man mit der Exkursion in Ayuthaya, der alten Hauptstadt Siams beginnen? Hier findet man Siamesische und Khmer Kultur auf engstem Raum.                                                          Thailand war unser Ausgangspunkt, unserer Reise durch Indochina

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Ayuthaya: Ruinen der alten Hauptstadt (die Königs-Chedis)

Unsere Reise durch Indochina begann in Laos

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Voller Erwartungen flogen wir weiter nach                           

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Aus alten Nachrichten bei uns bekannt, und doch sehr fremd. Die alte Königsstadt - Luang Prabang - war unser Ziel.     Wir erwarteten nicht viel!       Wir waren aber erstaunt, wie viele Besucher aus aller Welt in dieses “verschlafene Nest” gefunden hatten. Die touristische Infrastruktur war überraschend gut, sowohl Unterkunft, als auch die Gastronomie!            

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Der Wat Xieng Thong, der berühmteste Tempel in Luang Prabang

Hinweis: Ist man schon nach Luang Prabang gekommen (ein “Muß” in Laos!), sollte man unbedingt einen Bootsausflug zu den Pak Ou - Höhlen machen und sich die Zeit nehmen, ein Dorf am Mekong ( z.B. Ban Xang Hai mit Schnapsbrennerei - Lao Lao) zu besuchen; noch ist das nicht arg inszeniert!

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Sonnenuntergang am Mekong in Luang Prabang

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Der Pratuxai in Vientiane - das Siegestor, dem Pariser Triumphbogen ähnlich

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Der “That Luang” in Vientiane (um 1566), das Nationalheiligtum von Laos

Von Luang Prabang kommend, machten wir natürlich einen Sightseeing - Stop in der Laotischen Hauptstadt Vientiane.             Laos, fernes Land, uns Europäern am ehesten noch bekannt aus den Kriegsberichten der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts (Indochinakrieg) - “Ebene der Tonkrüge; unermeßliche Verluste an Menschen; Kampf für irgendeine Freiheit; Siege, die im Halse der Sieger stecken blieben...” - so ist Laos uns im Gedächtnis.                                                “Was erwartet uns hier?” - war unsere bange Frage.                                                           Wir haben nur die wichtigsten Städte und einige Orte dieses Landes besucht, uns sicherlich kein umfassendes Bild gemacht. Aber was wir sahen, war beeindruckend: Alle kriegerische Gewalt der vergangenen heroischen Taten, konnte dem Charme dieses Landes keinen Abbruch tun. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und erwartungsvoll - nicht nur auf den Obulus der sich hierher verirrenden Touristen!.           Unsere Meinung: Besuchen Sie dieses Land jetzt, unvoreingenommen, erwartungsvoll und ohne Angst - vielleicht finden Sie noch Nischen, vor den zahlreichen “Rucksacktouristen”!

 Nach einer Übernachtung im Novotel - Hotel in der Hauptstadt Vientiane, verließen wir dieses “vergessene” Land.   Weiter ging es nach Vietnam (Flug mit Vietnam Airlines VN 841 von Vientiane via Phnom Penh nach Ho Chi Minh Stadt Saigon)

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Vietnam, war schon immer anders, als man denkt und in Reiseführern liest; auch westliche “Strategen” haben sich hier gründlichst geirrt - schmerzlichst im “Vietnamkrieg” im letzten Jahrhundert.

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“Reunification Palace” - Der Wiedervereinigunspalast in Saigon (vormals der Präsidentenpalast der RSV) heute ein Museum.

Vietnam, Preußen Südostasiens ?                             Selbsternannte “Kenner” titulieren die Vietnamesen, als die “Preußen” Südostasiens. Man beruft sich darauf, daß sie ja durch und durch kriegerisch seien. Was den zweifelhaften Ausgang des “vielbezeichneten” Vietnamkrieges anbelangt, ist diese Einschätzung ja nicht von der Hand zu weisen.                                                                                                                  Nun ist es aber allgemein üblich, das “Preußentum” nicht mehr gleichzusetzen, mit “Militarismus” und “Eroberungsgelüsten”.     Vorsichtige Historiker finden zunehmend auch Eigenschaften bei den Preußen, wie einen ausgeprägten Ordnungssinn, Tugenden, wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Strebsamkeit und ein gutes Maß an Staatsräson.

 All diese Eigenschaften “fühlten” wir zwar in dem Verkehrschaos von  “Ho Chi Minh Stadt Saigon” nicht allgegenwärtig, dennoch glauben wir, daß in dem 80-Millionen-Volk, ungeahnte Potentiale stecken. Vietnam ist heute schon das “Schwergewicht”  Indochinas. Es wird seine Rolle in Asien noch finden.

Wir besuchten nur den Süden Vietnams, die Ho Chi Minh Stadt Saigon und das Delta des Mekong.                                                             Unverkennbar ist der Französische Einfluß auf die Cité la Centre, das alte Saigon. Es  ist die prosperierende Zentrale des südlichen Vietnams, eine Metropole, die beginnt, ihren legitimen Platz in dem aufstrebenden Land und in “Indochina” einzufordern.                     Unser Hinweis: Besuchen Sie doch einmal einen der vielen Nachtmärkte: Souvenirs und tolles Essen können Sie hier für wenige Dollars (natürlich US$) erhalten!

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Kathedrale Notre Dame in Saigon (1877 - 1883)

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Durch das weitläufige Mekong-Delta fuhren wir zu Lande und zu Wasser von Saigon bis in die Grenzstadt zu Kambodscha, nach Chau Doc. Vorbei an freundlichen Menschen und fremdartigen Transportmitteln erlebten wir das heutige Vietnam. Vergeblich suchten wir nach den Spuren des furchtbaren Krieges. Vielleicht wollte man uns das nicht zeigen! Die Seelen der Menschen, vor allem der älteren, sind jedoch für immer gezeichnet; wir hatten solche Begegnungen! Wir waren aber fast immer von jüngeren Vietnamesen umgeben - gab es die Älteren überhaupt noch?! Übrigens, das “Preußentum” der Vietnamesen, in seiner “bürokratischsten” Form, erlebten wir am augenscheinlichsten bei der Beantragung des  “Einreisevisums” an der Vietnamesischen Botschaft in Deutschland.

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Der Königspalast von Kambodscha in Phnom Penh

Nach einer rasanten Flußfahrt über den Mekong von Chau Doc flußaufwärts, erreichten wir nach    4:50 Stunden, das Königreich Kambodscha und seine Hauptstadt, Phnom Penh

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Prunkschiff bei der nächtlichen Parade zum Wasserfest am Tonle Sap in der Hauptstadt Phnom Penh

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Tempelanlage Banteay Srei, 20 km nordöstlich von Angkor

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Vom Dschungel überwachsene Tempelruine in Angkor

Kambodscha, das Land der alten Khmer, einst Beherrscher Südostasiens, ein Großreich, das sich bis nach Laos, nach Siam (Thailand) und Vietnam erstreckte, ist heute, neben Singapur und Brunei, das kleinste Land Südostasiens. Wir reisten mit sehr gemischten Gefühlen in das Königreich Kambodscha, wußten wir doch ob der grausamen Geschichte dieses Landes unter dem Völkermörder Pol Pot (Politische Potenz). 1975 entvölkerten er und die Roten Khmer, Phnom Penh durch Mord und  Deportation.Um so erstaunlicher war unser Besuch in der heute quirligen Stadt, voller Lebenskraft und eindrucksvoller Lebensfreude. Das traditionelle Wasserfest am Fluß Tonle Sap war Spitze!

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Angkor Wat mit den markanten 5 Türmen und der Südgalerie

Höhepunkt unserer Reise war natürlich Angkor Wat. Bekannt ist diese Region als das “größte religiöse Areal” der Welt. Das Zentrum des alten Khmer-Reiches ist erst seit gut 100 Jahren der Welt bekannt. Erst im 19. Jahrhundert wieder entdeckt, wurde der Komplex Anfang des 20. Jahrunderts von Franzosen dem Dschungel wieder entrissen. Selbst Indische Wissenschaftler, die diese, ihrem Kulturkreis angehörigen Tempelanlagen heute restaurieren, geben zu, nichts vergleichbares in ihrer Heimat zu finden.                          Wir waren überwältigt! Man muß diese steingewordene Erfurcht vor Ort einfach spüren!  

Unser Hinweis: Man wird als Pauschaltourist in Siem Reap “stationiert”. Glücklicherweise untersagt die Kambodschanische Regierung, Hotelbauten in Angkor Wat; noch!! Aber auch diese Touristenbasis hat ihre Reize. Fahren Sie doch mal mit einem Tuk Tuk durch diesen Ort, auch mal etwas abseits (noch relativ gefahrlos). Schlimm sind die “Massenspeisungen mit Folklore”, die meist im Pauschalpaket drin´ sind. Akzeptieren Sie es, der folgende Tag in Angkor wird Sie entschädigen. Halten Sie ein Paßbild für den Eintrittsausweis (40 US $ für 3 Tage) bereit!

Nach dem überwältigenden Erlebnis “Angkor Wat” führte uns unser Weg zurück nach Thailand.                                                                                                 Ein Kurzaufenthalt in Bangkok, mit den bekannten Höhepunkten im Touristenschnelldurchlauf, trennte uns noch vom Badeaufenthalt auf Phuket.

Unsere Reise bis hier hin war recht anstrengend, aber keineswegs strapaziös. Dennoch freuten wir uns auf einige Tage “Badeurlaub”. Wir konnten es jedoch nicht lassen, und machten von Patong Beach aus, noch einen Tagesausflug auf das Festland.                                       Wir besuchten die Provinz Phang Nga.                 Neben dem sehenswerten Kloster Tham Suwan Kutta, stand  natürlich der weltbekannte “James-Bond-Felsen” (Khao Ping Gun) auf unserem Programm.                       

Unsere Meinung: Viele Besucher Thailands konzentrieren sich auf “Badeaufenthalte”, auf Phuket oder am Golf von Thailand. Man verpaßt dabei aber eine gewaltige Menge an historischen Glanzlichtern.  Die Badeorte Thailands sind heute durchaus “familienfreundlich”, wenn auch viele alte europäische Männer mit jungen Thailänderinnen an den Stränden flanieren. Man muß ja nicht in die Go-Go-Bars gehen!

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Der Pool vom Patong Beach Hotel

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Der weltbekannte James-Bond-Felsen (Khao Ping Gun)

Unser Hinweis zu den Zahlungsmitteln: In Thailand und in Indochina können Sie im Prinzip mit allen frei konvertierbaren Zahlungsmitteln bezahlen. Es empfiehlt sich aber die Mitnahme von US$ in all diesen Ländern. Sicher sind US$ - Reiseschecks, man braucht aber für den Umtausch natürlich in der Regel eine Bank. Denken Sie daran: Bargeld lacht! In Indochina nimmt jeder Händler gerne US$, man erwartet im Grunde genommen diese Währung von Ihnen! Auf Phuket hatten wir jedoch Probleme, ältere US$-Noten (1993) in den Wechselstuben einzutauschen (Banken helfen da!). Wir konnten keinen “Schwarzmarkt”  für Devisen feststellen! Hilfreich sind die Landeswährungen nur bei geringen Beträgen oder Trinkgeldern - bei letzteren sieht man natürlich auch gerne den Greenback!

Ein letztes Wort zu unserem Hotel auf Phuket: Zwei Wochen verbrachten wir zur Erholung im Patong Beach Hotel. Wir waren im Siam Wing untergebracht - ein sehr angenehmes Zimmer und ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet. Zentral gelegen, nicht weit vom Strand (Liegen und Schirm dort gebührenpflichtig, wie allgemein üblich!) und zwei ansehnliche Hotelpools (alles gratis). Alles in allem: Eines der saubersten Hotels, in dem wir jemals gewohnt haben. 4 Sterne, aber in dieser Hinsicht wohl unübertroffen. Sehr zu empfehlen!

Wir hatten uns gut erhohlt, zehrten immer noch von der Rundreise und flogen programmgemäß von Phuket über Bangkok, zurück nach Deutschland (24 Stunden).

Eine Reise, die wir nicht vergessen werden und die wir durchaus empfehlen können!

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