Mittelamerika 2003
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Wie seit Jahrtausenden das Menschengeschlecht dahin gearbeitet hat, in dem ewig wiederkehrenden Wechsel der Weltgestaltungen das Beharrliche des Gesetzes aufzufinden und so allmählich durch die Macht der Intelligenz den weiten Erdkreis zu erobern, lehrt die Geschichte den, welcher den uralten Stamm unseres Wissens durch die tiefen Schichten der Vorzeit bis zu seinen Wurzeln zu verfolgen weiß.               Alexander von Humboldt (Kosmos)

© ELC 12/2003

Mittelamerika 2003

(Mesoamerika)

Auf den Spuren der Maya 

mexikoanim

  Mexico – Belize – Honduras – Guatemala – Mexiko

El Mundo Maya

Wir reisen am 26.11.2003 von Berlin (TXL) über Frankfurt (FRA) nach Mexico, Cancun (CUN) und beginnen unsere Rundreise durch Mittelamerika, oder wie die Fachleute sagen Mesoamerika, auf den Spuren der alten Maya:

Unsere Reise beginnt auf der Halbinsel Yucatán: Wir fahren entlang der Atlantikküste, vorbei an den weltbekannten Badeorten Cancun und Playa del Carmen an der “Riviera Maya” entlang, zu dem ersten Höhepunkt im “Mayaland” - zu der alten Maya - Festung Tulum, am Atlantik.

Tulum: Tausende Touristen, Badegäste am mexikanischen Karibikstrand in Yucatán, die ihre “kultur-historische Pflichttour”, abseits von ihrem all inclusive - Urlaub absolvierten, sorgten für exklusive Enge auf dem gut erschlossenen Gelände der über tausendjährigen Festungsstadt der Mayas. Diese, in wehrhaften Mauern, an exponierter Stelle am Karibikstrand errichtete Polis der Mayas, war einst selbst Kultstätte, aber auch Schutz- und Ausgangspunkt ritueller Züge, auf die nahegelegene Insel Cozumel.   

El Castillo, der Hauptkomplex der antiken Stadt Tulum

El Casillo, die alte Festung Tulum

Beeindruckend ist die Lage dieser alten Mayafestung, Kulisse eindrucksvoller fotografischer Schnappschüsse.

Traumhafter karibischer Sandstrand, eindrucksvolle Ruinen längst vergangener Größe, einer untergegangenen Großkultur, die vor über 500 Jahren unterging, in sich marode gewesen, instabil und daher von wenigen gierigen Konquistadoren grausam, innerhalb kürzester Zeit ausgerottet.

Wir stehen heute vor einem Relikt einer vergangenen Epoche, die in Mittelamerika eine Hochkultur hervorbrachte, die ihres Gleichen in Europa in dieser Zeit sucht. Vielleicht sind die Mayas, die Griechen Amerikas ?  

Voladores -  Vogelmenschen, Touri-Spektakel

Nach einer Übernachtung in Chetumal (Quintana Roo), im Südosten der Halbinsel Yucatán - man sollte sich die Zeit nehmen, um das Museum und das Stadtzentrum zu besuchen - verlassen wir Mexico und fahren weiter nach  Belize (früher Britisch Honduras).

Belize, früher “Britisch Honduras” ist ein relativ dünn besiedeltes Land - weitgehend unberührt, von schier undurchdringbaren tropischen Regenwälder bedeckt. Neben der vielfältigen, Tier- und Pflanzenwelt, sind die unberührten Landschaften von den Korallenbänken (Geheimtip für Taucher) im Karibischen Meer bis zu den Dschungelregionen zum Guatemaltekischen Petén, von ungekannter Schönheit.  

Wir durchquerten dieses schöne Land, über Orange Walk, Belize City und Belmopan (Hauptstadt) nach             San Ignacio / Santa Elena , legten hier eine Rast ein und besuchten die Ausgrabungsstätte Xunantunich.

Neben der bekannten Ausgrabungsstätte von Caracol, ist Xunantunich, ein historischer Höhepunkt der Maya-Kultur in Mesoamerika.                                   Diese Stätte der Spät- und Postklassik, der Mayas, über den Mopán River (Handfähre) zu erreichen, beeindruckt vor allem durch die gewaltige, 40 m hohe “Hauptpyramide”, El Castillo.

Blick von El Castillo auf die Gesamtanlage

El Castillo, die Hauptpyramide (A - 6) von Xunantunich

Am Abend verlassen wir Belize und fahren unter Polizeischutz weiter nach Guatemala, durch den Petén nach Tikal

Guatemala: Nach stundenlanger Fahrt in einem klapprigen Reisebus, durch den dichten Regenwald des Petén, vorbei an wenigen, durch Kerzen erleuchteten Ansiedlungen, erreichen wir unser Hotel “Villa Maya” in Flores . Der Gegensatz konnte wohl größer nicht sein - mitten im Urwald, ein Hotel der ersten Klasse.

Tikal, neben Copán in Honduras und Palenque in Mexiko, die wohl eindrucksvollste Ausgrabungsstätte in der alten Maya - Welt, war der nächste kultur-historische Höhepunkt auf unserer Rundreise durch “El Mundo Maya”.          

Fast 64 km² war das Siedlungsgebiet von Tikal groß - das wohl größte zusammenhängende Maya - Gebiet überhaupt. Nur ein Teil ist davon heute zugänglich. Die Tempel im Zentralen Bereich (Gran Plaza) sind einfach atemberaubend - himmelsstürmend, kolossal und in ihrer Größe doch elegant.

Tempel II an der Gran Plaza von Tikal

Tempel I (Jaguartempel) an der Gran Plaza von Tikal - hinten die Nördliche Akropolis

Guatemala hat aber noch andere, beeindruckende Höhepunkte zu bieten. Wir fuhren weiter an die Karibische Küste, mit Bus und Boot - nach Livingston, ins Hotel “Villa Caribe” .

Unser Hotel “Villa Caribe”, Tucán Dugú in Livingston

Sonnenaufgang in Livingston

Nach einer rasanten Bootsfahrt über den Golf von Honduras, erreichen wir die Hafenstadt Puerto Barrios.                 Wir besteigen wieder unseren Reisebus, der seit Flores nun doch akzeptabel wurde, und fahren in südliche Richtung zu der Ausgrabungsstätte von Quiriguá.

Stele von  König“18 Kaninchen”, Quiriguá in Guatemala

ähnliche Stelen von König “18 Kaninchen” in Copán, Honduras

Von Quriguá aus, vorbei an Bananenplantagen von “Chiquita”, waren es nur etwa 50 km bis nach El Florido, an der Grenze zu Honduras.

Der Grenzübertritt bei Copán war, im Gegensatz zu den anderen Grenzpassagen, problemlos und sehr zügig - auch das Gepäck konnte im Bus die Grenze überqueren!!!

Nur noch wenige Kilometer trennten uns von Copán, der kleinen Ortschaft nahe der weltberühmten gleichnamigen Ausgrabungsstätte. Wir wohnten hier im Hotel “Marina”, einem sehr schönen Gebäude im alten Kolonialstil, wohl eingepaßt in die städtische Architektur. Neben hervorragender Zigarren, erhielten wir hier den besten Kaffee auf unserer gesamten Rundreise (Kaffe wächst hier in bester Qualität - der Aufguß war aber nicht immer von hohem Genuß!)

Am nächsten Tag besuchten wir die eindrucksvollen Ausgrabungsstätten von Copán.

Aras begrüßten uns in Copán

Copán - ist eine der eindrucksvollsten Stätten der präkolumbianischen Kultur in Mesoamerika und der “Neuen Welt” überhaupt. Schon 1839 forschten John L. Stephens und Frederick Catherwood im tropischen Dschungel bei den Ruinen von Copán. Ihnen ist es u.a. zu verdanken, daß wir heute in der ehemals bedeutendsten Stadt im Südosten des Maya-Gebietes vor dieser archäologischen Perle staunen dürfen. Die Hochreliefs an den steinernen Zeugen einer ruhmreichen Vergangenheit, gehören zu den qualitativ höchsten Zeugnissen Mesoamerikas.

Der zentrale Ballspielplatz in Copán

Die “Jaguartreppe” an der Östlichen Plaza von Copán

Die große Hieroglyphentreppe in Copán

Nach der Besichtigung von Copán fahren wir wieder zurück nach Guatemala - fahren durch die Hauptstadt Guatemala - City weiter in die alte koloniale Metropole Antigua.

Eine völlig andere Seite Guatemalas wartete nun auf uns. Antigua, die alte Hauptstadt.

Barocke koloniale Gewaltigkeit, am Fuße dreier mächtiger Vulkane (der “Fuego” setzt heute noch regelmäßig drohend seine Staubfahnen über diese herrliche Stadt)

Antigua zählt seit 1979 zum Weltkulturerbe der Menschheit (UNESCO)

Auf einer Rundreise durch Guatemala sollte diese liebevoll restaurierte Kolonialstadt keinesfalls ausgelassen werden. Ein frühlingshaftes Klima auf ca. 1.520 m Höhe, läßt den Besucher in den zahlreichen Cafés und Restaurants, unvergeßliche Blicke auf die gewaltigen Vulkane werfen.                                Unser Hotel “Villa Colonial” war einfach Spitze.

Unser Hinweis: Auch bei bester Reiseführung, sollte man sich vorsichtig und umsichtig bei eigenständigen Unternehmungen bewegen. Beim Geldumtausch sollte man sich auch nicht arglos in offiziellen Geldinstituten bewegen.               Wir wurden in der “Banco del Quetzal, S.A.”, in Antigua schlichtweg im Umtauschsatz betrogen - obwohl wir für unsere falsche Transaktion eine schriftlich  Bestätigung hatten, weigerte sich die Bank, den offensichtlichen Fehler zu korrigieren. Manches Vorurteil wurde uns so bestätigt!

Der “Arco de Santa Catalina” in Antigua

Unsere weitere Reise führte uns an den herrlichen Atitlan - See und weiter zu der malerischen Indigenas-Stadt Chichicastenango.

Die Vulkane Toliman und Atitlan am Atitlan-See, vergleichbar nur mit dem Titicaca See

Zurück in Mexico, fuhren wir nach San Cristobal de las Casas, im Gebrigsstaat Chiapas. Diese Region stellt heute noch ein erhebliches soziales Problem Mexicos dar. Die Indigenas ringen hier um ihre Existenzbedingungen.

 Kirche “Santo Tomas” in Chichicastenango in Guatemala

Die Kirche Santo Domingo in San Cristobal de las Casas / Chiapas

Im Bundesstaat Chiapas treffen die archäologischen Höhepunkte von “El Mundo Maya” mit der oft bitteren Realität der heutigen Mayas, oder wie man sie respektvoll “Indigenas” nennen sollte, aufeinander. Koloniale Bauwerke wie in San Cristobal de las Casas, treffen auf pittoreske Lebensbereiche, wie in San Juan Chamula. Für den Besucher überraschend - aber örtliche Realität.

Der Marktplatz von San Juan Chamula - Indigenas-Kultur pur

Vom Hochland kommend, fahren wir zurück in die tropische Ebene und zu einem weiteren Höhepunkt nach Palenque

Der Palast von Palenque mit dem Turm - man geht davon aus, daß dieser Turm ein Observatorium der alten Mayas gewesen ist.

Der Sonnentempel ( Tempel XIV) in Palenque

220 km von San Cristobal de las Casas entfernt, gelangten wir über eine serpentinenreiche Strecke - vorbei an den herrlichen Wasserfällen des Rio Tulijá bei Agua Azul nach etwa fünf Stunden zur Ausgrabungsstätte von Palenque.

Eingebettet in die sanften Hügel der Alto de Chiapas, mitten in einem grünen tropischen Regenwald liegen einige Tempel, ein Ballspielplatz und Pyramiden (Tempel auf einem pyramidalen Podest) - die wie ein perfektes Indigenas - Paradies aussehen.                                         Wir besuchten den Tempel der Inschriften, in dem das spektakuläre Grab des Pacal, König von Palenque, mit der weltberühmten, geheimnisvollen Grabplatte, sich befindet.                                             Spekulativ deutet man heute in die filigranen Strukturen dieser Grabplatte, außerirdische Besucher in einem “Raumschiff” - Erich von Däniken hat die Phantasien fast aller Besucher dieser eindrucksvollen Stätte beeinflußt!

Auf dem Rückweg an die Karibischen Strände von Yucatán, besuchten wir noch die weniger bekannten Ausgrabungsstätten von Calakmul, Chicanná und Becán.

Eindrucksvoller Blick über die Ruinen von Calakmul

Detail an einem Tempel in Chicanná im Rio Bec Stil

Tempel IV, mit der breiten Treppe in Becán,

Becán, nur wenige Kilometer östlich von Chicanná (ca. 170 km von Chetumal, ca. 250 km von Cancun) ist heute noch ein relativ einsamer Ausgrabungsort im alten Maya-Gebiet.  

Unser Hinweis: Bald schon wird dieser malerische Ort im Dschungel von Yucatán, eine ähnliche “Karriere” wie Chitchén Itzá machen.                                                      An der Karibischen Küste von Yucatán, zwischen Playa del Carmen und Chetumal, planen die Tourismus-Experten Mexicos, einen neuen Hochseehafen.

Bald schon werden Karibik-Kreuzfahrtschiffe hier anlegen, und tausende Touristen die Maya-Stätten von Calakmul, Chicanná und Becán besuchen. Einsame, ungestörte Spaziergänge durch diese fantastische archäologische und botanische Traumwelt, werden dann wohl nicht mehr so, wie heute noch, möglich sein.

Strand und Leuchtturm von Playa del Carmen

Nach unserer 14-tägigen Rundreise durch Mesoamerika erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, an der Karibischen Küste von Yucatán an der Riviera Maya.

Zwei Wochen Ruhe, Ausspannen und Erholung in einem sehr schönen Hotel, im “Viva Maya”, in Playa del Carmen (Playacar), krönte unsere Rundreise durch Mesoamerika - durch das Land der Mayas -              El Mundo Maya.                                                         Natürlich besuchten wir auch noch das Touristen-Highlight Chichén Itzá und die Insel Cozumel.

Unser Tagesausflug von Playa del Carmen führte uns nach der weltbekannten Maya-Stätte von Chichén Itzá

El Castilio, der weltbekannte Haupttempel von Chichén Itzá

Der Kriegertempel mit den “Tausend Säulen”

Auf einer Katamaran-Fähre fuhren wir auch auf die Insel Cozumel, etwa 19 km von Playa del Carmen entfernt.

Haupteingang zum Hotel “Viva Maya”

Katamaran-Fähre nach Cozumel

Nach 4 Wochen beendeten wir unsere Rundreise durch Mesoamerika, gut erholt, in unserem Hotel in Playa del Carmen

Unser Hotel “Viva Maya” in Playa del Carmen an der Riviera Maya

Unsere Einschätzung zu unserem Badehotel “Viva Maya” (es wude dann ein Wyndham Hotel) , in Playa del Carmen:   Dieses all inclusive - Hotel ist durchweg empfehlenswert !!!                                                                                     Eine Gastronomie der Spitzenklasse (von der Buffett-Versorgung bis zum klassischen á la Carte-Restaurant Portofino), sucht in dieser Kategorie (****), ihres gleichen!                                                                                                      Auch der Beherbergungsbereich wurde den angekündigten 4 Sternen durchaus gerecht. In der Weihnachtswoche, es war fast Vollbelegung zu verzeichnen, mußte man eine moderate Geduld aufbringen - Qualitätsabstriche waren aber kaum zu verzeichnen - auch das ist schon besonders hervorzuheben.                                                                              Unangenehm fiel uns allerdings die unverschämte Werbung für dubiose “Time-Sharing” (Urlaubsrechte) - Angebote innerhalb der Hotelanlage auf. Sehr viele unerfahrene Urlauber wurden hier von gestrandeten Deutschen Existenzen bequatscht und gnadenlos abgezockt. Ein dickes Minus, auf dem Gebiet der Zuverlässigkeit des Hotels!!!

Nach 4 Wochen vertrauten wir uns wiederum unserer Fluggesellschaft - Thomas Cook, powerd by Condor - an. Bezüglich Service und Bequemlichkeit, gab es da einige Abstriche - aber das ist eine andere Geschichte!!!

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