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Südamerika 2000

© ELC 01/2001

Venezuela Total

Reise nach Südamerika 2000

Venezuela-Rundreise & Isla de Margarita

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Venezuela - oder Veneziola, wie es die Konquistatoren in Anlehnung an das europäische Venedig nannten - ist auf den Ersten Blick kein Land für “Reiseanfänger”. Eine schwach entwickelte touristische Infrastruktur (vor allem auf dem Festland) erwartet den Reisenden und Dank unseres Weicheis “Euro” ist das US-$ - orientierte lateinamerikanische Land für den Europäischen Reisenden verhältnismäßig teuer.

Auf den zweiten Blick jedoch bietet dieses Land eine unermeßliche Fülle einzigartiger Naturschönheiten, auf relativ engem Raum die unterschiedlichsten landschaftlichen Formationen: Schneebedeckte Andengipfel (Pico Bolivar, 5007m), urwüchsiger Dschungel im Orinoco - Delta, die einzigartige Tafelberglandschaft in der Gran Sabana und die Karibischen Strände im Nordosten und auf den Inseln (Isla de Margarita).                                                             Für die 5. oder 6. große Reise sollte man Venezuela dann doch schon in die Reiseplanung mit einbeziehen!

Unsere Rundreise begann mit dem Flug von Porlamar (Isla de Margarita) nach Caracas.                           

Caracas

die Hauptstadt von Venezuela hat etwa 4 bis 6 Millionen Einwohner. Sie wurde 1567 gegründet und wurde bereits 1577 Sitz der Provinzialregierung.

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Caracas liegt etwa 1000 m hoch in einem lang gestreckten Tal der Küstenkordilleren. Zum Flughafen sind es ca. 22 km.                                Durch die Höhenlage herrscht hier das ganze Jahr über ein angenehmes Klima zwischen 20 und 26 °C.                         Caracas ist ein typischer lateinamerikanischer Schmelztiegel von moderner Großstadt und wachsender Slums; augenscheinlich ist der Gegensatz von arm und reich.                             Für den Rundreisenden ist Caracas ein wichtiger Verkehrsknoten.

Die nächste Station auf unserer Rundreise war die “Erdölstadt” Maracaibo, ein wichtiges Wirtschaftszentrum Venezuelas. Sie war unser Ausgangspunkt für einen Ausflug auf den Golf von Maracaibo.

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Von Sinamaica aus fuhren wir mit dem Boot zu den Pfahlbauten der Guajiro-Indiander.

Diese Pfahlbauten in der Lagune erinnerten die spanischen Konquistadoren an das europäische Venedig. Sie nannten das Land “Klein-Venedig” (Veneziola).

 

Nach 1 stündigem Flug erreichen wir die Andenstadt Mérida und landen am “Dach” von Venezuela.

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Die Universitätsstadt Mérida hat etwa 150.000 Einwohner, liegt 1600 m hoch und wurde1558 illegal gegründet. Bis 1777 war Mérida Bestandteil des kolumbianischen Verwaltungsbezirkes Nueva Granada.                             Schon der Flughafen ist ein Erlebnis; seine Start- und Landebahn überwindet einen Höhenunterschied von ca. 60 m. Durch seine Lage in einem engen Tal, auf einer Hochebene, und die rasch wechselnde Wettersituation, können Flugpläne sich schnell ändern!

Die größte Attraktion Méridas ist wohl die bekannte Seilbahn - Teleférico.

Diese höchste und längste Seilbahn der Welt überwindet auf einer Gesamtlänge von 12,5 km einen Höhenunterschied von mehr als 3100 m. In 4 Abschnitten führt sie aus dem Zentrum Méridas, über die Stationen La Montana (2436 m), La Aguada (3452 m) und Loma Redonda (4045 m) auf den Pico Espejo (ca. 4800 m).

Von hier aus genießt man einen herrlichen Ausblick auf die “weißen Adler” - fünf schneebedeckte Andengipfel:

Pico Bolivar (5007 m), Humboldt (4942 m),  Bonpland (4883 m), Toro (4755 m), León (4740 m)

Hinweis: Der Teleférico ist seit 1999 wieder durchgängig befahrbar; nach einem schweren Unfall 1991 war der letzte Abschnitt auf den Pico Espejo gesperrt. Allerdings verkehrt  derzeit nur eine Gondel auf den Berg.

Montags und dienstags ist die Seilbahn geschlossen. Gegen 14:00 Uhr fährt die letzte Gondel bergwärts!

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Der letzte Höhepunkt unserer Rundreise führte uns in´s Hochland von Guayana. Über die Städte Puerto Ordaz und Ciudad Bolivar flogen wir in den Nationalpark von Canaima.

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Vor der grandiosen Kulisse der Tafelberge (Tepuy´s) stürzt der Rio Carrao in 7 Katarakten etwa 20 m in die Lagune von Canaima (Salto Hacha).

Unvergessen wird uns aber der Flug in dieser DC 3; Baujahr 1947 (sie soll als Rosinenbomber bei der Berliner Blockade dabeigewesen sein?) bleiben.                                                   Mit großem Geschick flog uns der Pilot in den Canyon des Auyán - Tepuy, wo der weltbekannte Salto Angel 1000 m in die Tiefe stürzt.

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Nach unserer Rundreise schloß sich ein Badeaufenthalt auf der Isla de Margarita, in Playa el Agua (14 Tage), im Hotel “Le Flamboyant” an. 

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Unsere Meinung: zum Hotel             “Le Flamboyant”, Playa el Agua.

  • schwaches Management
  • ungepflegte Unterkünfte
  • einfallslose Küche, nicht besonders bekömlich
  • extraordinäre Animation
  • heruntergekommener Strand

   Fazit: nicht empfehlenswert !

 

Unsere Meinung: Playa el Agua ist nicht der in Reiseführern und bunten Katalogen gepriesene Badeort. Stagnation und Verfall haben den Ort gezeichnet. Es ist ein Badeparadies im Niedergang; seinen Zenit hat dieser Ort längst überschritten. “All inclusiv” hat ihm nicht gut getan!

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